Behandlungsmöglichkeiten
Zahnerhaltung
Das Grundgebiet aller zahnärztlichen Behandlungen. Eigentlich immer noch das Wichtigste, nur in den letzten Jahren ein wenig durch Implantologie und Prothetik ins Hintertreffen geraten. Man sollte sich immer darüber im Klaren sein, dass der beste Ersatz eben immer ein Ersatz ist.
Wenn also die Prophylaxe nicht überall geklappt hat, oder ein Kirschkern zugeschlagen hat, oder der Squashball im Mund gelandet ist, dann ist der Zahnerhalt gefragt. Die (gute) alte Amalgamfüllung ist im Rahmen der kassenzahnärztlichen Versorgung die bestmögliche Versorgung, die der Patient erhalten kann, ohne eine Zuzahlung leisten zu müssen. Neueste Untersuchungen der Universität München attestieren dem Amalgam absolute Unbedenklichkeit. Trotzdem ist verständlich, wenn viele Leute dieses Mischmetall aus Silber, Quecksilber, Zinn, Zink, Kupfer nicht mehr im Munde haben wollen; es ist auch schwer verständlich, weshalb Zahnarztpraxen gesetzlich gezwungen werden, Amalgamabscheider für sehr viel Geld einbauen zu lassen, damit das, was der Gesetzgeber als die „Normalversorgung“ definiert, nicht ins Abwasser gelangt. Die preiswerteste Alternative ist dann die speziell verbundene, geschichtete Kunststoffversorgung, die allerdings wegen höherem Zeitaufwand und erheblich höherer Materialkosten ( 1l unseres Bondingmaterials, das erforderlich ist für einen Verbund von Kunststoff und Zahn, kostet 18 000 Euro! ) eine Zuzahlung des Patienten erfordert; diese bewegt sich je nach Größe und Ausdehnung zwischen 40 Euro und 120 Euro. Die bewährteste Alternative bleibt die Goldgussfüllung, das Goldinlay; seit vielen Jahrzehnten im Einsatz, unübertroffen in der Haltbarkeit, aber ähnlich unnatürlich wie das Amalgam und deshalb heute fast nur noch im hinteren Bereich der Kiefer im Einsatz. Zusatzkosten ca. 250-400 Euro.

Eine Mischung aus allem ist das Keramikinlay, egal ob aus Quarz oder Zirkon. Sieht aus wie Zahn, hält fast wie Gold und ist recht teuer, nämlich 300-600 Euro.

Aber die konsevierende Zahnheilkunde hat noch andere Teilgebiete:
Endodontie: Erhaltung eines Zahnes, der seinen „Nerv“ verloren hat und evtl. schon eine Entzündung an der Wurzelspitze aufweist. Streng genommen gehören alle Gebiete wie Parodontologie, aesthetische Zahnheilkunde und Prophylaxe zur Zahnerhaltung und diese sollte die wichtigste zahnärztliche Disziplin sein.